13.12.2019

Umwelt- und Klimaschutz für Remscheid

EWR und Stadtwerke setzen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit

„Für die EWR als lokaler Energiedienstleister ist es besonders wich­tig, für die kommenden Generationen unser Klima und unsere Um­welt bestmöglich zu schützen und zu erhalten“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer des Stadtwerke Remscheid Verbundes. Dazu gehört insbesondere, nicht nur den Stromverbrauch zu verrin­gern, sondern diesen immer stärker aus nachhaltiger Produktion zu erzeugen. Sparsamer, ratio­neller und nachhaltiger Energieeinsatz so­wie die ressourcenscho­nende und klimaverträgliche Bereitstellung von Energie gewinnen deshalb ständig an Bedeutung. Nachhaltigkeit bestimmt auch zuneh­mend unser Mobilitätsverhalten. Hier setzen die Stadtwerke Rem­scheid und die EWR auf einen umweltfreundlichen ÖPNV sowie auf die Förderung von Elektromobilität.

Nachhaltig erzeugte Energie für Remscheid

Die von der EWR nachhaltig erzeugte Energie liefern Blockheizkraft­werke (BHKWs), 10 Photovoltaikanlagen1), 22 Windparks1) sowie eine Wasserkraftanlage an der Eschbachtal­sperre. Die EWR betreibt insge­samt 20 BHKWs (Stand: Dezember 2019) in einer Leistungsbandbreite von 1 kW bis 1.200 kW (elektrisch). Unter den BHKWs befinden sich zwei Anlagen, bei denen Biomethangas zum Einsatz kommt. Eines die­ser Biogas-BHKWs befindet sich im H2O, denn was wäre ein Sauna- und Badeparadies ohne angenehme Wärme und warmes Wasser?

Allein das Biogas-BHKW im H2O produziert pro Jahr CO2-neutral rund 7,5 Mio. kWh Strom und ca. 8 Mio. kWh Wärme. Durch den Einsatz von Biomethan statt Erdgas werden insgesamt jährlich ca. 5.000 Ton­nen CO2 eingespart. Um jährlich eine Tonne CO2 durch Bäume wieder zu kompensieren, müssen 80 Bäume gepflanzt werden. Für die CO2-Einsparung von 5.000 Tonnen müssten dann 400.000 Bäume gepflanzt werden. Der Einsatz des Biogas-BHKWs ist somit ein passgenaues Bei­spiel für eine gelungene Kombination von Ökonomie, Umwelt­schutz sowie regenerativer Energieerzeugung hier vor Ort.

Nachdem sich die EWR GmbH erfolgreich seit Jahren an überregiona­len Aktivitäten auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien (Erwerb von Anteilen an Green GECCO und der Thüga Erneuerbare Energien (THEE)) beteiligt hat, erwarb die Muttergesellschaft - die Stadtwerke Remscheid GmbH - im Jahr 2018 Anteile an deutschen Onshore-Wind­parks im Saarland und in Brandenburg. Dazu beteiligten sich die Stadtwerke Remscheid an fünf Windparks der ARINGO GmbH & Co. Die fünf Windparks haben zusammen eine Leistung von rd. 98 MW und erzeugen pro Jahr 265 Mio. kWh Strom.

„Rechnet man dieses Engagement in der regenerativen Energieerzeu­gung zusammen, dann produzieren die EWR GmbH und die Stadt­werke Remscheid GmbH über 65 Mio. kWh Öko-Strom pro Jahr für über 18.700 Haushalte in Remscheid. Durch den Einsatz der erneuer­baren Energien wird eine CO2-Einsparung von rd. 39.000 Tonnen pro Jahr erzielt“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

EWR fördert die Elektromobilität

Die EWR GmbH hat die Rolle des Infrastrukturdienstleisters für La­de­technik in Remscheid aufgegriffen. Ganz gleich, ob private Lademög­lichkeiten in Form von Wallboxen im Wohngebäudebereich oder die Betankung betriebseigener oder Mitarbeiterfahrzeuge bei Gewerbe- und Industriebetrieben über Ladesäulen, das Thema „Elektromobili­tät“ ist in den Fokus der Remscheider Kunden gerückt. So hat die EWR - mit Stand Dezember 2019 - bereits Aufträge für deutlich mehr als 70 Ladepunkte bei Privat- und Gewerbekunden in Remscheid. Im Ver­gleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Ladepunkte verfünffacht.

Aber nicht nur die Realisierung privater, sondern auch öffentlicher Ladelösungen steht auf dem Maßnahmenplan der EWR. Ziel des Un­ternehmens ist zugleich die Realisierung weitere öffentlicher Lade­punkte in Remscheid sowie die Modernisierung bestehender Säulen­standorte. Neben den Standorten PSR-Tiefgarage Rathaus (2 Ladepunkte), Innenstadt Friedrich-Ebert-Platz (2 Ladepunkte) und Gelände EWR an der Neuenkamper Straße (2 Ladepunkte) ergibt sich folgender Sachstand bei weiteren, insgesamt fünf strategisch interes­santen öffentlichen bzw. halböffentlichen Ladesäulenstandorten, die bereits in 2019 realisiert bzw. für eine Umsetzung in 2020 vorgesehen sind:

  • Öffentlich: Hackenberg, Freizeitbad H2O (6 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Öffentlich: Lennep, Röntgenmuseum (2 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Öffentlich: Lüttringhausen, Rathaus (2 Ladepunkte in Vorbereitung)
  • Halböffentlich: Möbelmarkt Knappstein (2 Ladepunkte, in Betrieb)
  • Halböffentlich: GEWAG, Emil-Nohl-Straße (2 Ladepunkte, in Betrieb)

Damit wird im Jahr 2020 das öffentliche Ladeinfrastrukturangebot in Remscheid weiter ausgebaut.

Effiziente Wärmelieferung

Viele Remscheider Kunden, ganz gleich ob Eigenheimbesitzer oder In­dustrie – und Gewerbekunde, nutzen seit Jahren die Bandbreite der EWR-Serviceleistungen zur komfortablen Wärme- und Warmwasser­versorgung und damit zur Energiekosteneinsparung. Dabei nimmt die Umstellung von Heizöl auf Erdgas eine wichtige Rolle ein. In techni­scher Hinsicht kam ein breites Spektrum von energieeffizienten Neu­anlagen zum Einsatz: Die Spanne reichte von modernen Heizzentralen zur Raumwärmeversorgung und Warmwasserbereitung über Hallen­heizsysteme zu Strom und Wärme erzeugenden Blockheizkraftwerken bis zu Druckluftanlagen. Insgesamt versorgt die EWR zurzeit aus knapp 300 energieeffizienten Heizanlagen über 400 Wärmekunden mit Raumwärme bzw. Warmwasser, die sich auf mehr als 470 Ge­bäude mit über 2.000 Wohnungen und rund 60 Gewerbe- und Indust­riebetrieben verteilen.

„Das Geschäftsfeld Energiedienstleistungen hat sich bei der EWR in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Serviceleis­tun­gen entwickelt und wächst ständig weiter, denn die Remscheider schätzen die Kompetenz und Kundennähe der Ingenieure und Techni­ker der EWR vor Ort“, so Klaus Zehrtner, Leiter Energiedienstleistun­gen bei der EWR GmbH.

Moderne, umweltschonende Busflotte im Einsatz

Ende 2018 wurden im Verkehrsbetrieb fünf neue Busse in Betrieb ge­nommen. Diese Mild-Hybrid-Fahrzeuge überzeugen nicht nur dank ih­res Aussehens. Der Verbrauch der Fahrzeuge sinkt dank mo­derner Technik und Effizienz. Das spart nicht nur Kosten, sondern schont auch die Umwelt. Mit dem Einzug der fünf neuen Busse verfügt der Verkehrsbetrieb insgesamt über 63 Solobusse und 23 Gelenkzüge. Mitte Dezember 2019 werden erneut fünf neue Solobusse in Betrieb genommen, die fünf alte Fahrzeuge ersetzen.

Auch bei den neuen Fahrzeugen kommt wieder ein kompakter Motor mit 7,7 Liter Hubraum zum Einsatz. Beim Beschleunigen wird dieser durch einen Elektromotor (Mild Hybrid, 14 KW / 220 Nm), der zwi­schen dem Ge­triebe und dem Motor verbaut ist, unterstützt. Beim Bremsen oder im Schubbetrieb arbeitet der Elektromotor als Genera­tor und speichert den so gewonnen Strom kurzzeitig in Kondensato­ren, den so genannten Mild Hybrid Storages (MHS). Diese gespeicherte Energie wird beim Beschleunigen wiederverwendet. Die neuen Busse verbrauchen ca. 8 Prozent weniger Sprit gegenüber den älteren Drei­türer-Modellen und erzielen eine Reduzierung von CO2 und NOx.

Kraftstoffeinsparung in den Bussen

Der Verkehrsbetrieb hatte im Mai 2019 in allen Bussen ein neues As­sistenz-System eingebaut, das dazu beiträgt, Umwelt und Technik zu scho­nen und den Fahrgästen mehr Komfort zu bieten. Ein kleines Dis­play mit fünf LED´s am Fahrerarbeitsplatz zeigt jetzt den Fahrerinnen und Fahrern an, wie kraftstoff- und materialschonend der Bus gerade be­wegt wird. Viele Parameter beeinflussen die Farbe der LED´s. „Grün“ bedeutet: „effizienter Fahrbetrieb“. „Gelb“ zeigt an, wenn eine geringe Überschreitung einiger Parameter registriert wurde. „Rot“ heißt Warnung: zu viele Abweichungen von den festge­legten Parametern – unwirtschaftliches Fahren.

„Kraftstoff einzusparen hat nicht nur einen wirtschaftlichen Aspekt, sondern wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus. Durch weniger Schadstoffe von den Abgasen der Verbrennungsmotoren wird diese auch weniger belastet. Darüber hinaus werden die Fahrgäste kom­fortabler befördert und die Fahrzeugtechnik geschont“, betont Peter Seitz, Bereichsleiter Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid GmbH.

Umweltaudit der EWR GmbH und der Stadtwerke Remscheid GmbH

Die Stadtwerke Remscheid und die EWR haben den Umweltschutz – wie die oben beschriebenen Beispiele belegen - schon seit vielen Jah­ren zum festen Bestandteil ihrer Unternehmenspolitik gemacht. Kon­sequenterweise verfügt das Unternehmen bereits seit Mitte der 1990er Jahre über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem, das den Anforderungen des internationalen Standards DIN EN ISO 14.001 genügt. Anfang Dezember 2019 wurde - wie jedes Jahr - ein Umwelt­audit mit der Zielsetzung zum Erhalt der Zertifizierung durchgeführt. Dabei geht es um eine unabhängige Einschätzung der Wirksamkeit des Umweltmanagementsystems, das auf eine kontinuierliche Verringe­rung von Umweltbelastungen allgemein und auf eine verbesserte Res­sourceneffizienz im Speziellen ausgelegt ist. Dies wird über ein am­bitioniertes Umweltprogramm mit klar definierten und messbaren Zielvorgaben und einer Vielzahl o.g. Maßnahmen umgesetzt.

EWR GmbH

Prof. Dr. Hoffmann

1) Eigene Anlagen und Anlagen über Beteiligungen

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