17.03.2020

Weltwassertag 2020

Schwerpunktthema in diesem Jahr: „Wasser und Klimawandel“

Jährlich am 22. März rufen die Vereinten Nationen zum Weltwasser­tag auf. Der Weltwassertag 2020 betont unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“ die besondere Bedeutung des Wassers beim Thema Klimaschutz.

Hitze, Dürre, Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmung – seit einiger Zeit vergeht kaum ein Jahr in Deutschland ohne extreme Wet­tereignisse. Die Klimaforschung prognostiziert aufgrund der Klimaän­derung eine Zunahme solcher Wetterverhältnisse. Wir erleben seit einigen Jahren immer höhere Temperaturen und längere Dürreperio­den – gleichzeitig jedoch auch immer mehr Starkregenfälle. Die Was­serwirtschaft hat solche extremen Wetterereignisse bislang immer sehr gut gemeistert, doch die Herausforderungen nehmen zu. Kom­munale Ver- und Entsorger berücksichtigen bereits heute den Klima­wandel bei ihren Planungen.

In Deutschland kann – im Vergleich zu anderen Regionen in der Welt - von Trinkwasserknappheit nach wie vor keine Rede sein. Allerdings müssen die städtischen Infrastrukturen hierzulande an die Klimaver­änderungen angepasst werden. Vor allem durch den Zubau an Wohn­gebieten gehen Versickerungsflächen verloren, die jedoch bei plötz­lichem hohen Niederschlagsaufkommen unbedingt notwendig sind, denn die Kanalisation allein kann das nicht bewältigen. Neben der regelmäßigen durchlässigen Versiegelung von Bodenflächen lässt sich auch durch die Begrünung von Fassaden und Dächern ein Teil des Re­gens auffangen. Flüsse und Bäche sollten zudem in Teilen zurückge­baut werden, damit sich das Wasser weniger staut. Die Botschaft der Vereinten Nationen zum Weltwassertag 2020 ist deutlich: Die Was­sernutzung muss weltweit noch effizienter werden.

Schutz der Wasserressourcen

Mit Blick auf Klimawandel werde es zudem immer wichtiger, Ökosys­teme zu schützen. Intakte Ökosysteme wirken auf vielfältige Weise den Folgen des Klimawandels entgegen: Sie speichern Kohlenstoff, bieten Lebensräume, wirken auf das globale und lokale Klima ein und sind die Grundlage für Artenvielfalt. In diesem Sinne ist der Schutz der Wasserressourcen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Hier müsse das Verursacher- und Vorsorgeprinzip gestärkt werden. Ein­träge von Spurenstoffen und Nährstoffen wie Nitrat sind entspre­chend dem Vorsorgegrundsatz bereits an der Quelle zu minimieren. Grundsätzlich muss eine ökologisch verträgliche Strategie der Was­serbereitstellung gewährleistet werden, die die Übernutzung der Grundwasserressourcen verhindert. Die öffentliche Trinkwasserver­sorgung der Bevölkerung muss Vorrang haben.

Höchster Wasserverbrauch im letzten Jahr war am 25.07.2019

Die Wasserversorgung in Deutschland ist ausgezeichnet, und wir leis­ten unseren Beitrag, damit sie es auch in Zukunft bleibt. Die hohen Temperaturen des vergangenen Sommers ließ erstmals seit Jahren auch den Pro-Kopf-Wassergebrauch in Deutschland steigen. Am 25.7.2019 war in Remscheid der höchste Wasserverbrauch mit 27.386 Kubikmetern zu verzeichnen. Das sind 241 Liter, die jeder Remschei­der an diesem Tag verbrauchte. Der Jahresdurchschnittsverbrauch liegt im Vergleich bei nur rd. 146 Litern pro Einwohner. Im Jahr 2019 haben die Remscheider insgesamt 6,1 Mio. Kubikmeter Wasser ver­braucht.

Hervorragende Wasserqualität in Remscheid

Wasser – unser Lebensmittel Nummer 1 – wird ständig kontrolliert. „Damit es täglich in guter Qualität aus dem Hahn fließen kann, muss es strengsten gesundheitlichen Anforderungen genügen“, erklärt Dr. Joachim Frings, Leiter Gas- und Wassernetz bei der EWR GmbH. Viele Wasserinhaltsstoffe werden dabei in Mengen von einem Milliardstel Gramm pro Liter gemessen (gemäß der Trinkwasserverordnung vom 01.11.2011). Die EWR GmbH als örtlicher Dienstleister bietet ihren Kunden telefonische Beratung rund um das Thema Trinkwasser an (kostenlose Telefon-Hotline: 0800 0 164 164). Hier kann sich der Kunde darüber informieren, wie man mit Wasser sorgsam umgeht und wie sich im Alltag Wasser sparen lässt, ohne dass es zu Komforteinbußen kommt. Für Fragen rund um das Remscheider Trinkwasser steht den Kunden auch Herr Dr. Frings (Tel.: 02191/16-4782) gern zur Verfügung.

EWR GmbH

Prof. Dr. Hoffmann 

 

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