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Meldungen

12.06.2017

EWR-Engagement im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien

 

Regenerative Energien für
fast 10.000 Haushalte realisiert

 

„Bereits vor einigen Jahren hat sich die EWR das klare Ziel gesetzt, die Energiezukunft aktiv mit zu gestalten und den Anforderungen aus Markt, Politik und Gesellschaft gerecht zu werden“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH.

 

 

Diese Zielsetzung hat natürlich Auswirkungen auf alle drei strategischen Geschäftsfelder der EWR:

  • den Netzbetrieb
  • den Vertrieb von Strom, Gas, Wasser und Energieeffizienzdienstleistungen
  • die erneuerbaren Energien.  

Mit einem Einblick in die wichtigsten Projekte werden die Aktivitäten der EWR GmbH im Geschäftsfeld „Erneuerbare Energien“ etwas genauer betrachtet. Das Engagement auf diesem Gebiet beruht auf zwei Säulen:

  1. den Aktivitäten in Remscheid
  2. den überregionalen Aktivitäten

Im Jahr 2011 vollzog sich in der Energiepolitik der Bundesrepublik ein grundlegender Kurswechsel, und zwar weg von der Kernenergie hin zu erneuerbaren Energiequellen. Die EWR hat bereits seit Jahren ihre Unternehmensstrategie auf diese neuen Bedingungen ausgerichtet und will bis zum Jahr 2020 erreichen, Energie im Umfang von 40 % des Strombedarfs der Remscheider Privat- und Gewerbekunden in eigenen regenerativen Anlagen (incl. Beteiligungen) zu erzeugen. Gleichzeitig wurden die Vertriebsaktivitäten intensiviert und innovative Angebote für die Kunden entwickelt.

Aktivitäten in Remscheid
Stille Revolution in Remscheid
Der Investitionsschwerpunkt bei regenerativen Anlagen liegt in Deutschland auf der Windkraft. Daher errichtete die EWR GmbH im November 2011 eine innovative Mikro-Windkraftanlage auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Diese Vertikalanlage verfügt über eine Nennleistung von 7 kW. Die EWR zeigt damit ihre Fähigkeit zum Einsatz innovativer Demonstrationsanlagen und will Betriebserfahrung mit dieser neuartigen Kleinwindkraftanlage im städtischen Gebiet sammeln. Weiterhin ist die Anlage ein Zeichen für das Engagement im Windenergiebereich außerhalb von Remscheid.

Die Kraft der Sonne
Neben der Windkraft spielt auch die Sonne eine wichtige Rolle: Ende 2009 nahm die EWR bereits das dritte Photovoltaik-Kraftwerk auf dem Dach des SR-Verwaltungsgebäudes in Betrieb. Diese Anlage ist mit ihrer elektrischen Leistung deutlich größer als die bisher betriebenen PV-Anlagen. Wegen der guten Ausrichtung nach Südosten erreichte die EWR im Jahr 2013 eine Stromeinspeisung von rund 18.000 kWh, was einem jährlichen Stromverbrauch von fünf Familien entspricht. Zwei weitere Photovoltaikanlagen kamen in 2010/2011 an den Elektrotankstellen am Friedrich-Ebert-Platz und auf dem Betriebsgelände der EWR GmbH auf der Neuenkamper Straße hinzu. Beide Elektrotankstellen werden mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Durch die Photovoltaikanlagen ist die „Tankfüllung“ für Elektrofahrzeuge zu 100 Prozent emissionsfrei und umweltschonend. EWR-Kunden können seit nunmehr 3½ Jahren ihre Elektrofahrzeuge kostenlos an den Elektrotankstellen betanken. Auch in 2014 ist das kostenlose Tanken möglich. Mit einer dritten Elektrotankstelle in Remscheid (auf dem oberen Parkdeck der Tiefgarage Rathaus) unterstützt die EWR seit 2011 die Ladeinfrastruktur für Elektromobi-lität.

Im Frühjahr 2014 kam noch eine weitere Photovoltaikanlage hinzu, die sich auf dem Dach der Stromübernahmestation am Standort „Am Johannisberg“ in Remscheid-Lennep befindet. Diese Station hat eine Leistung von 8,3 kW und erzeugt ca. 7.500 kWh Strom pro Jahr. Mit dem regenerativ erzeugten Strom werden pro Jahr ca. 5 Tonnen CO2 eingespart.

Insgesamt haben alle Photovoltaikanlagen der EWR zusammen eine Leistung von 44 kW und erzeugen pro Jahr rund 39.000 kWh Strom, die ausreicht, 11 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Eschbachtalsperre wird zur Ökostrom-Quelle
Im November 2012 wurde die neue Wasserkraftanlage in der Eschbachtalsperre in Betrieb genommen. Die Turbine produziert mit einer Leistung von 29 kW ca. 100.000 kWh Strom pro Jahr. Dieser deckt den Eigenenergiebedarf der Talsperre und der darüber hinaus erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Mit dieser Strommenge können pro Jahr 28 Haushalte versorgt werden.

Blockheizkraftwerke – „Kraftpakete“ für viele Einsatzorte
„Die EWR baut ihre aktive Rolle auf den Gebieten der Energieeffizienz und der dezentralen Energieerzeugung weiter aus“, so EWR-Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann. Ein zentrales Thema für den Remscheider Energiedienstleister sind dabei Blockheizkraftwerke (BHKWs). Das wichtigste Merkmal der BHKWs ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Der BHKW-Gasmotor erzeugt mit Hilfe eines Generators elektrische Energie. Die entstehende Wärme bei der Verbrennung im Motor wird über einen Wärmetauscher in einen Wärmespeicher oder direkt ins Nahwärmenetz abgeführt. Der dabei erzeugte Strom kann entweder in das öffentliche Netz eingespeist oder direkt beim Kunden genutzt werden. Der große Vorteil der BHKW-Anlagen liegt im hohen Wirkungsgrad von ca. 85 bis 90 Prozent, so dass große Mengen Energie und somit CO2 eingespart werden können.

Seit Juni 2013 versorgt die EWR GmbH den Neubau des Seniorenzentrums Hohenhagen sowie Teile des anliegenden Fernwärmegebiets Hohenhagen aus vier BHKW-Modulen und mittels des regenerativen Brennstoffes Biomethan mit CO2-neutraler Energie. Die regenerative Energieerzeugungsanlage produziert pro Jahr 500.000 kWh CO2-neutralen Strom und speist 900.000 kWh CO2-neutrale Wärme ins Netz ein. Ein ideales Beispiel für eine gelungene Kombination von Ökologie, Ökonomie und Kundenbindung.


Ende 2013 nahm auch im Sauna- und Badeparadies H2O ein Biogas-BHKW seinen Betrieb auf, das von der EWR geplant, gebaut und betrieben wird. Hier werden CO2-neutral über 8 Mio. kWh Strom und etwa 8 Mio. kWh Wärme produziert. „Gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme und durch den Einsatz von Biomethan statt konventionellem Erdgas werden jährlich ca. 5.000 Tonnen CO2 eingespart“, erklärt Geschäftsführer Prof. Dr. Hoffmann. „Anders ausgedrückt, stellt dies eine CO2-Aufnahmemenge von ca. 400.000 ausgewachsenen Bäumen dar“, so Hoffmann weiter. „Wollte man die gleiche CO2-freie Strommenge über PV-Anlagen produzieren, bräuchte man die Fläche von gut 10 Fußballfeldern!“ Gerade für das auf Wellness, Freizeit und Gesundheit ausgerichtete H2O ist das umweltfreundliche BHKW eine „passgenaue“ Energieerzeugung. Mittlerweile ist das Kraftwerk mehrere Monate in Normalbetrieb. Der Strom wird gemäß des Erneuerbare Energie Gesetzes (EEG) in das öffentliche Netz eingespeist. Auf das Jahr hochgerechnet ließen sich damit ca. 2.500 Haushalte mit Strom und ca. 350 Einfamilienhäuser mit Raumwärme versorgen.

„Biogas-Blockheizkraftwerke wirken sich doppelt positiv auf den nachhaltigen Energieeinsatz aus, denn zum einen wird regenerative Energie eingesetzt und zum anderen wird diese Energie in sehr effizienter Weise genutzt. Wir profitieren hier in Remscheid somit gleich zweifach von diesen innovativen Projekten“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

Gut vernetzt
Netzseitig entwickelt sich das Unternehmen kontinuierlich weiter, um die zunehmenden Einspeiser erneuerbarer Energien ins Versor-gungsnetz bei gleichbleibender Versorgungssicherheit zu integrieren und zu managen. Auch die damit einhergehende Weiterentwicklung im Zählerwesen geht gut voran. Darüber hinaus hat die EWR GmbH umfangreiche strategische Planungen durchgeführt, um den zukünftigen Wandel in der Energiewirtschaft durch Netzanpassungen so zu gestalten, dass dieser kostenoptimiert und mit der erforderlichen Nachhaltigkeit erfolgen kann. So wurden in den letzten Jahren in den Neubau der Übernahmestation in der Alexanderstraße und aktuell in den Neubau der Übernahmestation Remscheid-Lennep über 2 Mio. Euro investiert.

Überregionale Aktivitäten
Erfolgreich verlaufen bei der EWR GmbH auch ihre beiden Beteiligungen Green GECCO und Thüga Erneuerbare Energien (THEE) für das überregionale Engagement.

Green GECCO GmbH & Co. KG
Green GECCO wurde von RWE und 25 Stadtwerken (u. a. der EWR GmbH) im April 2010 gegründet. Ziel der Gesellschaft – der mittlerweile 29 Stadtwerke und RWE Innogy angehören – ist die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur regenerativen Energieerzeugung. Mittlerweile verfügt die Gesellschaft über vier Windparks in Schleswig-Holstein, NRW und in Schottland. Im Frühjahr 2014 kam ein fünfter Windpark in der Düshorner Heide (Niedersachsen) hinzu, deren 13 Turbinen eine Leistung von insgesamt 26 MW haben und über 53 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen. Somit verfügt Green GECCO über Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 82 MW elektrischer Leistung und einer jährlichen Stromproduk-tion von 195 Mio. kWh. Damit können ca. 56.000 Haushalte pro Jahr mit Strom versorgt werden. Gleichzeitig werden insgesamt über 142.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Wer sich detaillierter über die Projekte informieren will, kann dies unter: www.greengecco.de gerne tun.

Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE)
Die Thüga Erneuerbare Energien (THEE) wurde in 2011 von der EWR GmbH und über 20 anderen Stadtwerken gegründet. Um die Erzeugung aus regenerativen Energien auch überregional auszubauen, haben sich nunmehr 46 Unternehmen der Thüga-Gruppe an der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG beteiligt. Mittlerweile hat das Unternehmen in sieben Bundesländern insgesamt 105 Windenergieanlagen im Betrieb. Diese haben eine Leistung von über 200 MW elektrischer Leistung, erzeugen eine Strommenge in Höhe von rund 495 Mio. kWh pro Jahr und sparen jährlich ca. 400.000 Tonnen CO2 ein. Damit gehört die THEE zu den großen Windkraft-betriebsgesellschaften in Deutschland. Die THEE will bis 2020 rd. 1 Mrd. € vor allem in Windkraftprojekte investieren. Weitere Infos zur THEE gibt es unter: www.ee.thuega.de.

Gute Bilanz der EWR GmbH
„Rechnet man das dargestellte Engagement in der regenerativen Energieerzeugung zusammen, dann produziert die EWR GmbH (incl. Anteil an den Beteiligungen) Öko-Strom von ca. 34 Mio. kWh, d. h. für fast 10.000 Haushalte in Remscheid. Das ist eine gute Bilanz und eine starke Basis für die nächsten Jahre. Das von der EWR für 2020 angestrebte Ziel, 40 % des Strombedarfs der Privat- und Gewerbekunden in eigenen Anlagen zu erzeugen, wurde fast schon zur Hälfte erreicht. Damit kann die EWR GmbH auf eine positive Bilanz ihres Engagements in erneuerbare Energien blicken“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

Innovative Angebote für die Kunden
Auch die Remscheider Bürger zeigen großes Interesse an regenerativ erzeugtem Strom. Das seit Frühjahr 2011 verfügbare Produkt EWR Natur, dass aus 100 % Wasserkraft gewonnen wird, wird von den Remscheidern stark nachgefragt. Wurden im Jahr 2011 rund 800 Haushalte durch 100-prozentigen Ökostrom aus Wasserkraft versorgt, so stieg die Zahl im Jahr 2012 auf 4.200 Haushalte und in 2013 sogar auf fast 4.500 Haushalte. Für das Jahr 2014 haben sich bereits fast 7.000 Kunden für das Ökostrom-Festpreisangebot entschieden. Das sind über 10 % der EWR-Stromkunden. „Unsere Ökostrom-Angebote sind in Remscheid eine Erfolgsgeschichte“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

Nicht nur Privat-Kunden können durch dieses attraktive Angebot die Umwelt schonen, denn auch Gewerbekunden können Strom aus 100 Prozent Wasserkraft beziehen. Remscheids größter Ökostrom-Kunde ist das H2O, das somit jährlich rund 2.000 Tonnen CO2 einspart! Größter Ökostrom-Kunde der EWR GmbH außerhalb Remscheids ist der Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

Wie auch in den letzten Jahren konnte die EWR GmbH mit fachlicher Beratung vor Ort den Remscheidern weiterhelfen. Etwa 30.000 Kunden nahmen das Beratungsangebot im ServiceCenter im Allee-Center war. Neben hilfreicher Beratung über Verbrauchsanalysen, Einsatzmöglichkeiten regenerativer Energien oder Wirtschaftlichkeitsanalysen in den Bereichen Wärme, Strom und Wasser, gab es im ServiceCenter hilfreiche Informationen über die Förderprogramme der EWR GmbH. Ob Heizungsmodernisierung, Erdgasfahrzeuge, Elektrofahrräder, solarthermische Anlagen oder Wäschetrockner mit Wärmepumpenfunktion, die EWR GmbH unterstützt und berät die Kunden, die ein solches Vorhaben planen. So wurden z.B. im vergangenen Jahr insgesamt 12 solarthermische Anlagen gefördert und seit Förderbeginn im Jahr 1995 waren es sogar 540 Anlagen. Im Jahr 2013 hat die EWR GmbH 49 Elektrofahrräder gefördert, seit dem Start des Förderprogrammes im März 2012 wurden insgesamt 105 Elektrofahrräder gefördert und weitere fünf Stück kamen in den vergangenen Wochen hinzu. Unsere Förderprogramme, die die EWR GmbH zum Teil bereits seit Mitte der 90er Jahre anbietet, werden von den Remscheider Kunden sehr gut angenommen. Die Programme tragen dazu bei, Energie effizient zu nutzen und den Ausbau von erneuerbare Energien zu fördern.

„Wir werden unser erfolgreiches Engagement im Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien weiterführen. Unsere Strategie ist, im Rahmen gebäudeeigener Modernisierungen oder Neubauvorhaben gleichzeitig die Nutzungsmöglichkeiten regenerativer Energiequellen und energieeffizienter Maßnahmen zu prüfen und bei positivem Ergebnis direkt zu realisieren. Ganz gleich, ob es sich um Energie aus Windkraft, Sonnenenergie oder Wasserkraft handelt“, so Prof. Dr. Hoffmann.


EWR GmbH


Prof. Dr. Hoffmann

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